Wald, Wiesen, Bäche und Flüsse: Der Bayerische Wald ist ein Paradies. Diese Gegend im Bundesland Bayern hat sich ihre Beschaulichkeit, ihre Natürlichkeit erhalten, so gut es ging, ohne den Anspruch an die Moderne aufzugeben. Hier gibt es tatsächlich noch Urwälder – zum Beispiel rund um den Großen Arber, der seit Menschengedenken als der König des Bayerwaldes sein erhabenes Konterfei gen Himmel streckt. In dieser herrlichen Umgebung gibt es natürlich auch viele Tiere, die hier heimisch sind – oder gemacht wurden. Wer sich dem Bayerischen Wald widmet, kommt weder an der Tierwelt, noch an der beeindruckenden Natur vorbei. Pilze suchen, sich dabei mit der Stille im Wald eins zu zeigen und leise durch das Gehölz zu spazieren: So kann man die Spuren vieler Tiere sehen und manches Mal auch einen Waldbewohner aus der Nähe beobachten. Eher selten in direkten Augenschein tritt dabei der Luchs. Diesem wird, wie www.luchsprojekt.de zeigt, besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Zwar ist das Tier gemeinhin als scheu und quasi unsichtbar bekannt, doch die Verantwortung des Menschen, den Luchs als Nachbarn zu behalten, wurde voll und ganz erkannt. Besucher und Einheimische können ihre Neugier nach dem Pinselohr stillen, wenn sie die heimischen Naturparks beziehungsweise Tiergehege aufsuchen: Hier kommt man der größten europäischen Raubkatze zumindest hinter Glas sehr nahe.
Mitgebrachte Tiere: Im Urlaub im Bayerischen Wald kein Problem
Nur ungern trennen sich die Menschen anlässlich ihrer Ferien von ihren geliebten Haustieren. Noch lieber suchen sie sich aber Reiseziele aus, in denen vor allem Hunde mitgebracht werden dürfen. Angesichts der weiten Wiesen, der Wälder und des vergleichsweise geringen Verkehrsaufkommens ist so eine Reise in den Bayerischen Wald durchaus eine Idee. An Unterkünften, in denen die Haustiere zum Beispiel bei einem Urlaub in Bodenmais willkommen geheißen werden, mangelt es beileibe nicht. Mit etwas Planung ist auch die innerdeutsche beziehungsweise innereuropäische Anreise mit einem Hund durchaus in tiergerechter Weise zu bewerkstelligen; anders als Flüge in weite Entfernungen, wo noch dazu ein ungewohnt heißes Klima auf die vierbeinigen Freunde wartet – nicht unbedingt ein Gefallen, den man seinen Haustieren tut. Klar – auch im Bayerischen Wald dürfen Hundehäufchen nicht an jeder Bürgersteigkante liegen gelassen werden; ebenso gilt die Pflicht für Leinen und Maulkorb, wie woanders auch. Doch wenn Frauchen und Herrchen die Wälder erkunden, nach Pilzen suchen oder Wandern gehen – beziehungsweise im Winter auf der Langlaufloipe unterwegs sind – darf Bello ruhig die Natur mit den beiden genießen. Am Bach, mitten im Wald das frische Wasser zu schlabbern, durch den Wald, wenn auch an der Leine zu spazieren oder im Winter in der eigens gespurten Nebenloipe zu flanieren: Das ist Urlaub nach dem Geschmack der meisten Hunde – zumindest besser als die Hundepension für die Dauer des Kanaren-Urlaubs.
Tierpark Lohberg: Der etwas andere Zoo
Vor allem Familien, die ihren Urlaub im Bayerischen Wald verbringen, sollten sich den Tierpark Lohberg einmal auf die To-See Liste der Ferien schreiben. Sehenswürdigkeiten gibt es hier viele, doch kaum ein anderes Ziel lohnt sich so sehr, um zugleich Spaß und Bildung zu erleben. Welches Stadtkind kennt heute schon ein einheimisches Tier? Der Tiger aus dem Stadtzoo, die Elefanten und Giraffen: Alle sind bestens bekannt. Einen Hasen kann man notfalls auch in der Stadt halten; danach kommen noch die Haustiere – dann ist das Wissen über die Tiere erschöpft. Wer im Lohberger Tierpark (www.lohberg.de) unterwegs war, kennt den Luchs und den Fuchs, schon beinahe muss man endlich sagen, denn hier beschränkte sich die Kenntnis bisher auf die Protagonisten in den Kindermärchen. Spannende Einblicke in die Lebensweise der verschiedenen einheimischen Tierarten sind garantiert; zudem wird interessantes Hintergrundwissen auf großen Schautafeln präsentiert.
Auch Geschichtliches bleibt den Besuchern hier nicht verborgen. Man erfährt, dass der Bayerische Wald im Bereich um den Großen Arber einst eine Hochburg für Braunbären war. Dieses Tier ist jedoch, wie auf www.daistderbaerlos.de zu erfahren ist, schon seit 1833 in der Region ausgerottet. Aufgrund der Bemühungen von Tierorganisationen ist es aber möglich, dass aus dem östlichen Europa bald wieder einige Tiere den Weg zurück finden könnten. Man fragt sich, ob man unbedingt einem ausgewachsenen Braunbären begegnen möchte, der immerhin bis zu einer Körperlänge von 2,50 Metern aufrichten kann – doch für Alt und Jung ist das Abtauchen in die Tiergeschichte des Bayerischen Waldes einfach ein spannendes Abenteuer – zum Anfassen.
Tiere im Wasser: Der Bayerwald auf dem Vormarsch
Die Tiere im Wald sind eine Sache – doch auch das Wasser des Bayerischen Waldes hat einiges zu bieten. So wurden hier erfolgreiche Projekte gestartet, den Fischotter wieder heimisch zu machen. Zuchttiere wurden ausgewildert; mittlerweile gibt es wieder einen Bestand, über den die Anrainer am Fluss Regen, die eigene Fischweiher betreiben, zwar nicht begeistert sind – dafür aber die Tierschützer, denen hier ein Erfolg auf der ganzen Linie geglückt ist. Gleiches gilt übrigens auch für den Kormoran und den Fischreiher. Wer übrigens einmal wirklich in den Bayerischen Urwald eintauchen möchte, für den ist der Nationalpark Bayerischer Wald (www.bayrischer-wald-nationalpark.de) mit seinen naturbelassenen, wilden Wäldern und einem großzügigen Freigehege ein Tipp für den nächsten Urlaub.