Es kommt bei jedem Haustier einmal der Tag, an dem es sterben muss. Meist werden die geliebten Freunde des Menschen aber eingeschläfert, da sie an einer Krankheit leiden oder schon zu alt und schwach sind und man ihnen das Leiden ersparen kann. Das fällt des meisten Tierbesitzern sehr schwer, vor allem, wenn das Tier sehr plötzlich krank wird und der Tierarzt zum Einschläfern rät. Auch der normale Tod ist schon schwer, doch wenn man selbst quasi der Veranlasser des Todes ist, fällt das doppelt schwer. Immerhin ist man als Laie nie völlig sicher, dass man die richtige Entscheidung trifft. Das Herz will einfach nicht loslassen.
Der Abschied vom geliebten Haustier, das man meist schon einige Jahre an seiner Seite hat und das schon ganz zur Familie und zum täglichen Leben gehört, fällt meist genau so schwer, wie irgendwann einmal Abschied von einem geliebten Menschen zu nehmen. Vor allem, wenn der Besitzer sonst keine Angehörigen mehr hat, holen sie sich meist ein Tier wie zum Beispiel einen Hund oder eine Katze, damit sie noch eine kleine Freude haben und natürlich jemanden, der wartet, wenn man nach Hause kommt. Gerade dann entsteht eine sehr enge, fast kindähnliche Bindung zum Haustier, die dann sehr schwer aufzugeben ist. Die Trauer ist unermesslich, der Schmerz über den Verlust nimmt kein Ende. Selten kommt sehr schnell ein neues Haustier ins Haus.
Trotzdem ist das Einschläfern meist besser als das Tier an einer Krankheit langsam und qualvoll zu Grunde gehen zu lassen. Oft ist es allerdings auch eine Kostenfrage, denn lebenserhaltende Operationen bei Tieren kosten eine Menge Geld, die zum Beispiel Senioren mit einer knappen Rente nicht so ohne weiteres bezahlen können. Man muss die Entscheidung das Tier einschläfern zu lassen, natürlich auch nicht alleine tragen. Wenn das Tier auffällige Symptome hat, geht man zum Tierarzt und der kann am besten beurteilen, ob es sinnvoll ist, das Tier noch leben zu lassen. Die Meinung des Tierarztes ist also entscheidend, denn wenn er sagt, dass das Einschläfern dringend notwendig ist, dann sollte man das auch machen – alles andere wäre nur Tierquälerei. Das Haustier, das man so lieb wie einen Menschen hat, sollte man am Ende auch nicht unnötig leiden lassen und es von seinem Leid erlösen. Auch wenn es noch so schwer fällt, den kleinen Liebling einmal beerdigen zu müssen, heißt es irgendwann einmal Abschied nehmen.