Tauben sind in der Regel friedliche Tiere, die nichts anderes vorhaben, als zu fressen, zu nisten und ihre Jungen aufzuziehen. Sie wurden und werden gerne als Brieftauben eingesetzt, heute mehr als Hobby, als zu den Zeiten, als sie noch dringend benötigt wurden, um kommunizieren zu können. Heute haben sich die Tiere eher in Städten angesiedelt, sind beinahe nicht mehr scheu und leben von dem, was die Konsumgesellschaft von heute wegschmeißt oder was tierliebe Bürger an sie verfüttern. Diese Menschen bedenken nicht, dass es jedes Jahr Millionen kostet, die Schäden wieder auszugleichen, die die Tiere an Häusern anrichten.
Wo eine Taube nistet und frisst, hinterlässt sich auch ihren Kot, der ätzend auf alle Materialien, sogar auf Marmor, wirkt. So entstehen in einer gewissen Zeit Schäden, die repariert werden müssen und damit auch viel Geld kosten. Das können Miets- und Geschäftshäuser, aber auch alte Kirchen und Gebäude aus der Geschichte einer Stadt sein. Selbst Statuen und Denkmäler werden nicht verschont, denn hier sind viele Menschen, viele Imbiss-Möglichkeiten und damit auch viele Tauben. Das reichhaltige Essensangebot sorgt dafür, dass die Tiere sich auch fleißig vermehren. Würde man die Nahrung entziehen, könnte die Vermehrung eingedämmt werden. Da dies nicht realisierbar ist, müssen immer wieder Maßnahmen zur Taubenabwehr ergriffen werden. Diese sind nicht darauf ausgelegt, die Tiere zu töten. Man will nur das Nisten unmöglich machen und so für den Schutz der Immobilien sorgen. Sinnvoll wäre es, wenn die Menschen einsehen würden, dass sie der Stadt keinen Gefallen tun, wenn sie die Tiere füttern und sie damit in den belebten Zonen halten. Immerhin sind Zecken und Flöhe ein Problem für die Gesundheit und auch sonst können die beißenden Gerüche des Kots und die Nähe der Tauben gerade in Mietanlagen für gesundheitliche Probleme sorgen.